Kurz vor der Sommerpause haben sechs Hildener in einem Bürgerantrag Rat und Verwaltung aufgefordert, den "Flächenfraß in Hilden zu stoppen". Rückendeckung bekommen die Antragsteller vom BUND Hilden. Nach Recherchen der Ortsgruppe hat der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Hilden knapp dreimal so stark zugenommen wie im restlichen Land. Im Landesdurchschnitt seien in den vergangenen zehn Jahren täglich zwölf Hektar versiegelt worden. Hildens Anteil daran würde bezogen auf die Stadtgröße 100 Quadratmeter ausmachen. Tatsächlich seien an der Itter aber 270 Quadratmeter Fläche pro Tag verbraucht worden, rechnet der BUND weiter vor. Das entspricht fast zehn Hektar im Jahr. Insgesamt werden in Hilden 60 Prozent der Fläche für Straßen oder Bebauung verwendet, im Landesschnitt sind es 25 Prozent. 
 
Claudia Roth, Sprecherin der BUND Ortsgruppe Hilden, warnt: „Der Landestrend ist bedrohlich, aber die Zahlen für Hilden sind alarmierend. Es kann kein 'Weiter so' mehr geben! Es wird Zeit, dass der Stadtrat den Raubbau zu Lasten späterer Generationen endlich beendet.“ Deshalb unterstütze der BUND den Bürgerantrag. Der Stadtentwicklungsausschuss soll sich am 18. September mit dem Thema beschäftigen.
 
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