Am 13.2.2013 entscheidet der Stadtentwicklungsausschuss, welche Planvariante maßgeblich für die Verdichtung der Bauvereins-Siedlung "An den Linden" werden soll. Bei der Bürgeranhörung wurden drei Varianten vorgestellt. Grundlage für Entscheidung des Ausschusses ist die Beschlussvorlage der Verwaltung vom 22.1.2013.

Darin schlägt die Verwaltung vor, in Zukunft die zweite Variante zu verfolgen. Und damit die Variante, bei der langfristig die meisten neuen Wohneinheiten geschaffen werden. Grund genug, sich diesen Teil der Beschlussvorlage einmal genauer anzuschauen.

Auf den ersten Blick könnte die zweite Variante bescheidener wirken, als die erste Variante, die der Bauverein ursprünglich in die Diskussion eingebracht hatte. Denn sie sieht in den ersten zwei Bauabschnitten nur zwölf anstatt 22 neuer Gebäude vor und nach vollständiger Umsetzung der Planung einen Gesamtgebäudebestand von 50 gegenüber ursprünglich 57. Während der ersten zwei Bauabschnitte gestaltet sich die Planung daher luftiger, als in der ursprünglichen Planung. Die geringere Zahl der Gebäude kommt allerdings dadurch zustande, dass die Variante 2 auf mehr Wohneinheiten pro Gebäude setzt.

Nicht nur die Neubauten sollen mindestens fünf Wohneinheiten enthalten. Werden alte Gebäude frei, sollen diese wie in der ersten Variante ersetzt werden, allerdings ebenfalls mit mehr Wohneinheiten pro Gebäude. Es dürfte fraglich sein, ob der Bauverein angesichts der Möglichkeit, Wohnraum für mindestens fünf Mieter zu schaffen, ein altes Doppelhaus überhaupt noch instand setzen wird. Also müßten die Bürger davon ausgehen, dass die Planungen in Zukunft voll ausgeschöpft werden. Am Ende sollen dann 205 Wohneinheiten in der Siedlung existieren. Das ist mehr als doppelt so viel, als zurzeit. Dagegen sah die dritte Variante, die von der Bürgerinitiative LOK erarbeitet worden war, mit acht zusätzlichen Gebäuden und bis auf ein Einzelhaus mit Doppelhäusern tatsächlich eine maßvolle Zusatzbebauung vor.