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Der Neubau an den Linden 13/15 zeigt, wo die Reise in Zukunft hingehen soll, meint Manfred Wingender, Redaktionsmitglied von Hildens Zukunft. Zum Artikel "Mieter beziehen 'Leuchtturm' - Projekt", in der Rheinischen Post  vom 2.4.2013, schrieb er folgenden Leserbrief.

Bestandserhaltender Neubau wird das neue Gebäude genannt, welches An den Linden 13/15 jetzt
bezogen wird. Vom Bauverein Hilden e.V. als "Leuchtturm" -Projekt bezeichnet, zeigt es, wohin die
Reise in Hilden nicht nur beim Bauverein hin gehen soll: Bauen auf vielen Grünflächen, obwohl diese
jetzt schon kann sind: Albert-Schweitzer Gelände, Karnap, Giesenheide und Gelände des Bauvereins.
Wo früher ein Doppelhaus mit 2 Wohneinheiten stand, wurde ein Neubau mit 5 Wohnungen für
900.000 Euro erstellt. Einem günstigen Mietpreis um die 5 Euro pro Quadratmeter folgt nun eine Miete von 8,15 Euro pro Quadratmeter.
Diese Miete liegt zumindest nicht einmal im mittleren Bereich des Mietspiegels in Hilden. Wo bleibt
die soziale Komponente des Bauvereins? Geplant sind weitere 12 Mehrfamilienhäuser und wenn
der städtebauliche Entwurf umgesetzt wird, können mit der Zeit all die Siedlungshäuser in diesem
Gebiet durch "Bestandserhaltenden Neubau" in Mehrfamilienhäuser umgewandelt werden. Mit
der geplanten dichten Bebauung des Geländes der Albert-Schweitzer Schule verliert der Hildener
Süden eine für das Kleinklima wichtige Grünzone. Den anstehenden Rückgang an Einwohnern und die
Bedeutung der Grünflächen berücksichtigen diese Planungen nicht im Geringsten. Wann sehen das die
Verantwortlichen endlich ein?