Am 13.2.2013 entscheidet der Stadtentwicklungsausschuss, welche Planvariante maßgeblich für die Verdichtung der Bauvereins-Siedlung "An den Linden" werden soll. Bei der Bürgeranhörung wurden drei Varianten vorgestellt. Grundlage für Entscheidung des Ausschusses ist die Beschlussvorlage der Verwaltung vom 22.1.2013.

Schwierig ist die Frage des tatsächlichen Bedarfs an neuem Wohnraum, dem Hauptargument des Bauvereins für die massive Verdichtung. Der Bauverein sagt, er habe bereits 500 Interessenten für alters- und familiengerechte Wohnungen zu bezahlbaren Preisen. Bei der Anhörung kam auch aus dem Seniorenbeitrag die Bestätigung, dass altersgerechte Wohnungen gefragt seien. Auf der anderen Seite stellt das strategische Stadtentwicklungskonzept der Stadt Hilden fest, dass die Einwohnerzahl Hildens bis 2030 auf 52.000 Einwohner zurückgehen wird. Die Frage ist, ob die Stadt nun wegen eines möglicherweise kurzfristig hohen Bedarfs, wie vom Bauverein gemeldet, eine langfristige Verdichtung des Gebiets zulassen sollte. Ungeklärt ist auch die Frage, ob die Wohnungen mit einer geplanten Nettokaltmiete von 8,15 Euro pro Quadratmeter tatsächlich den Bedarf nach preiswertem Wohnraum decken. Laut Lutz Groll vom Planungsamt der Stadt Hilden, liegt zurzeit kein Mietspiegel für Hilden vor. Daher steht Aussage gegen Aussage. Der Bauverein behauptet, die Durchschnittsmiete sei höher, ein Bürger benannte den Mietspiegel bei 6,50 Euro pro Quadratmeter. Wir haben selbst einmal die Mietpreise in lokalen Wohnungsanzeigen verglichen und gemittelt und lagen in einer überschlägigen Rechnung eher im Bereich der niedrigeren Schätzung. Wer hier belastbare Informationen hat, möge sich bitte über das Kontaktformular an die Redaktion wenden.

Die Bürger fürchten auch, dass Pläne den Baumbestand gefährden. Hauptsächlich will der Bauverein die Siedlung im Bereich der derzeitigen Ziergärten verdichten. Auch schon beim Bau des Gebäudes "An den Linden 13/15" seien Bäume gefällt oder beschädigt worden. Die Verwaltung antwortete darauf, dass sie keine Beschädigung der Alleebäume festgestellt habe. Es sei lediglich ein Ast aus einer Baumkrone entfernt worden. Zudem sei bei der Variante 2 der Erhalt von 19 unter die Baumschutzsatzung fallenden Bäumen gewährleistet.