Von den insgesamt 20 grundsätzlich erhaltens- oder schützenswerten Bäumen auf dem Albert-Schweitzer-Gelände werden nun insgesamt 13 festgesetzt. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss am 9.4.2014 mit zwölf zu sieben Stimmen bestätigt. Erhalten bleibt mit dem Beschluss aber auch der allgemeine Charakter der Planung für das ehemalige Schul- und Sportgelände: Es sollen maximal 145 Wohneinheiten entstehen und die öffentliche und private Grünfläche zusammengerechnet schrumpft laut Flächenbilanz um 14,4%. 

"Den Anregungen wird nicht gefolgt." "Dem Hinweis wird nicht entsprochen." "Die Anregungen werden daher zurückgewiesen", so oder so ähnlich antwortet die Verwaltung auf nahezu alle etwa 500 Einsprüche und kritische Anregungen, die Bürger zur Bauplanung für das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule eingebracht haben. Der Stadtentwicklungsausschuss berät am Mittwoch, 9.4.2014 um 17 Uhr darüber, wie mit Anregungen und Kritik der Bürger umzugehen ist. Und wenn die Politiker mehrheitlich dem Rat der Verwaltung folgen, werden diese nicht weiter berücksichtigt.

Das Bauvorhaben rund um die Karnaper Sängerwiese hatte schon viele Titel. Zunächst war von der Solarsiedlung die Rede, dann sollte es ein Klimaschutzgebiet sein  - doch eines bleibt wie es war: Direkt an der Güterzuglinie sollen Wohngebäude entstehen. Nach derzeitigem Stand 28 Wohneinheiten. Das sind 28 zuviel, wenn man den Argumenten des BUND folgt:  "Die vorgeschlagene Lärmschutzwand reicht wegen der vielbefahrenen nahen Güterbahnstrecke als Lärmschutz nicht, um gesundes Wohnen dort möglich zu machen", mahnt die Hildener Ortsgruppe in ihrer Stellungnahme im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Vielmehr müssten die künftigen Bewohner die Fenster geschlossen halten oder sich gar mit fensterlosen Fassaden abfinden. Ganz abgesehen vom Elektrosmog durch den Bahnstrom und die Vibrationen der Bahn.