Mit einer Überraschung startete die Diskussion um die Neuauflage der Offenlage zum Albert-Schweitzer-Gelände am Mittwoch, 22.1.2014, im Stadtentwicklungsausschuss: Für die CDU - Fraktion machte Norbert Schreier den Vorschlag, einen geänderten Bebauungsplan in die neue Offenlage zu geben. Die Verwaltung hatte dagegen vorgeschlagen, den alten Plan erneut den Bürgern vorzulegen. In dem von Schreier vorgeschlagenen neuen Plan sollten mehrere Bäume zusätzlich erhalten bleiben und auch einige Häuser anders geplant werden. Und Rudolf Joseph wollte für die FDP die Bäume, die um den geplanten unterirdischen Regenwasserspeicher (Rigole) auf der im derzeitigen Entwurf vorgesehenen Grünfläche stehen, ebenfalls festschreiben.

 

Der Bebauungsplan zum Albert-Schweitzer-Gelände wird ein zweites Mal offengelegt. Aus eher formalen Gründen, wie aus der Sitzungsvorlage der Verwaltung hervorgeht: Ein aktuelles Bundesverwaltungsgerichtsurteil stellt klar, dass für die Offenlage von Bebauungsplänen Anforderungen gelten, die mit der ersten Version des Plans wohl nicht erfüllt wurden. Der neue Entwurf enthält nun thematische Blöcke zu den Umweltthemen. An dem eigentlichen Entwurf ändert sich dagegen kaum etwas:  Der Erhalt von zwei Bäumen - allerdings nur für ihre natürliche Lebenszeit - soll zusätzlich festgeschrieben werden. In der Vorlage stellt die Stadtverwaltung nach eigener Formulierung die "Hauptkritikpunkte", die in der ersten Offenlage vorgebracht wurden, "in einer Kurzfassung" dar.  Erwartungsgemäß teilt die Verwaltung die meisten Einwände nicht. Der Stadtentwicklungsausschuss wird in seiner Sitzung am 22.1.2014 ab 17 Uhr im Bürgerhaus über die erneute Offenlage entscheiden. Keine Information bietet die Sitzungsvorlage zu der Behandlung und Gültigkeit der fast 500 Einwendungen, die der Stadtverwaltung vorliegen, in diesem "neuen" Verfahren.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann sich die gesamte Verwaltungsvorlage hier herunterladen.

Mitteilungsvorlage zur Wiederholung der Offenlage des Bebauungsplans 254

Neue Kritik am Bauvorhaben an den Linden kommt jetzt von Seiten der Umweltschützer des BUND. Die Ortsgruppe Hilden hat sich im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sehr kritisch zu dem vorgelegten Bebauungsplan geäußert. Der BUND spricht von "übermäßiger Naturvernichtung und überbordender Flächeninanspruchnahme".

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